Geboren am 24. Juni in Basel, im Bereich unseres längsten Tags des Jahres, am Tag vor der Nacht mit
dem Johannisfeuer.

Kindheit und Jugend

Im grossen Einfamilienhaus in Dornach, inmitten eines Obst- und Gemüsegartens mit Hühnern, Kaninchen,
Enten, Gänsen, einem Hund. Hier schöpfte ich Kraft im Stall, im Estrich, unter der Eibe, im Zelt aus Wolldecken
für meinen anstrengenden Schulweg mit Bus und Bahn nach Basel ins Mädchengymnasium.

Ausbildung

Primarlehrerin, Zeichenlehrerin, Heilpädagogin, Kunsttherapeutin.

Tätigkeiten

10 Jahre Primarschule im In- und Ausland, 30 Jahre Mittelschule als Zeichen- und Werklehrerin und als Heil-
pädagogin.
Das erste mal unterbrach ich, 24-jährig, meine Arbeit um ein Urlaubsjahr in den USA zu verbringen. Ich lebte
in Princeton, N.J. und arbeitete als filing-girl bei Mac Graw Hill in Hightstown. Abends besuchte ich einen
Collegekurs und lernte die Poesie der amerikanischen Verfassung von Edgar Allen Poe kennen. Wichtig war
mir die Freundlichkeit und Offenheit, die Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit, die Kulturbeflissenheit und das
geistige Ambiente der Menschen. In Los Angeles lernte ich auch die Armut der Rentnerinnen, die Einsamkeit
der Singles kennen.

Wichtig war für mich meine Arbeit am Colegio Suizo de Mexico von 1966-68. Hier erlebte ich herausfordernde
Aufgaben der Gründerzeit (1965) und lebendiges Zusammensein im mexikanisch-schweizerischen Kollegium.
Hier kam ich durch warmherzig-freudige Atmosphäre des Landes und der Schule, getragen durch das freund-
schaftliche Verhältnis im Kollegium mit Festen und gemeinsamen Ausflügen und Unternehmungen der Lebens-
freude auf die Spur: Wochenenden im gemeinsam Häuschen in Tepoztlan mit Kaffeepflanzen und Zitrusfrüchten,
mit Zuckerrohrernte. In dieser Zeit reiste ich auch allein im Bus oder Zug durch das Land und Lateinamerika,
ohne bestohlen oder belästigt zu werden. Ich veränderte mich: nach einem Jahr fühlte ich mich wohler auf
einem süsslich riechenden mercado als am weissgedeckten Tisch im Museo de Antropologia.

Wichtig für mich war die Ausbildung als Zeichenlehrerin. Durch das Zeichnen und Malen, mit textilem Werken
und Kunstgeschichte fand ich Ruhe und Gelassenheit zu mir selbst. Ich habe während 30 Jahren mit Begei-
sterung Kunst unterrichtet an Schulen und in privaten Gruppen. Wenn die Verbindung mit einer Theaterauffüh-
rung gelang, sei es die Frau Holle, ein Weihnachtsspiel, Balladen oder ein selbstbearbeitetes Stück, war das
ein Höhepunkt. Je länger ich unterrichtete, desto überzeugter war ich vom Bildungswert von Theater und Kunst.

Wichtig war für mich 1974 die Familiengründung und die Geburt von Valerie 1975 und Aimo 1977. Mit meinen
zwei Kindern erlebte ich meine glücklichste und erfüllteste Zeit. Ich genoss, neben ihnen und mit ihnen zu malen -
im Tessin, in Bandole, im Engadin, in Davos, zu Hause. Immer begleitete uns die Kunst und erfüllte uns mit Freude
.
Meine Kurstätigkeit führe ich seit meiner Pensionierung in grösserem Rahmen weiter. Im Atlelier an der Landskron-
strasse in Basel leite ich Malkurse für Erwachsene. Die Arbeit als Kunstschaffende hat mich seit meiner Ausbildung
begleitet und steht nun im Vordergrund. In regelmässigen Abständen zeige ich meine Arbeiten der Oeffentlichkeit
in Ausstellungen sowie in Kunsträumen. Ich bin Mitglied des Berufsverbands visarte.ch und der Schweizerischen
Gesellschaft bildender Künstlerinnen SGBK.ch.
Ruth Zähndler (-Muttenzer)
Friedensgasse 34
4056 Basel

Tel. 061 263 15 14
eMail:rmz@hispeed.ch

Atelier: Landskronstrasse 54, 4056 Basel
Mitglied "visarte.ch", SGBK.ch